Doppelter Erfolg!Zwei Auszubildende der LBS HoGa Tettnangholen Landesmeistertitel in Gold

Bei den 44. Baden-Württembergischen DEHOGA-Jugendmeisterschaften auf dem DEHOGA Campus in Calw traten unsere Auszubildenden gegen die besten Nachwuchskräfte des Landes an – und das gleich mit doppeltem Erfolg!

Kim-Jasmine Krautwurst überzeugte die Jury als beste Hotelfachfrau in Baden-Württemberg und gewann die Goldmedaille. Elias Seiler sicherte sich den Titel Baden-Württembergischer Jugendmeister 2026 mit Goldmedaille in der Kategorie Fachmann für Systemgastronomie.

An zwei intensiven Wettkampftagen stellten die Teilnehmenden ihr Können unter Beweis: anspruchsvolle berufsspezifische Hauptaufgaben –von der ersten Idee bis zur verkaufsfertigen Umsetzung. Gefordert waren in allen Bereichen nicht nur fachliches Können, sondern auch immer eine souveräne Präsentation vor der Jury – alles unter strengem Zeitdruck und hochsommerlichen Temperaturen.

Trotz des Wettbewerbscharakters stand der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund: Man tauschte sich aus, unterstützte sich gegenseitig und feierte gemeinsam beim Begrüßungsabend mit BBQ auf dem Campus.

Am Ende der zwei Tage stand die Siegerehrung – und mit ihr die größten Momente: Landesmeistertitel und Goldmedaille für unsere beiden Auszubildenden.
Ein verdienter Lohn für intensive Vorbereitung, Engagement und Leidenschaft für ihre Berufe.

Wir gratulieren Kim-Jasmine Krautwurst und Elias Seiler sehr herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und sind stolz, dass sie unsere Schule und ihre Betriebe so hervorragend vertreten haben!

Den ausführlichen persönlichen Bericht von Elias Seiler zu den Jugendmeisterschaften finden Sie im Anschluss an die Bilder…

“Baden-Württembergische Jugendmeisterschaften 2026 in Calw
Dieses Jahr fanden die 44. Baden-Württembergischen DEHOGA-Jugendmeisterschaften auf dem DEHOGA Campus in Calw statt. Auszubildende aus ganz Baden-Württemberg traten in den Berufen Koch/Köchin, Hotelfachmann/Hotelfachfrau, Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie sowie Kaufmann/Kauffrau für Hotelmanagement gegeneinander an.

Als ich erfahren habe, dass ich an den Jugendmeisterschaften teilnehmen darf, habe ich mich riesig gefreut. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass mich zwei anspruchsvolle Wettkampftage erwarten würden. Entsprechend groß waren die Vorfreude, aber auch der Respekt vor den bevorstehenden
Aufgaben.

Am Mittwoch, den 24. Juni, reisten wir mittags an. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns zu einem gemeinsamen Begrüßungskaffee. Dort konnte man sich kennenlernen und auch einige bekannte Gesichter von früheren Veranstaltungen wiedersehen. Anschließend wurden wir offiziell begrüßt und die Teams für die Teamaufgabe ausgelost. Danach ging es direkt in die einzelnen Berufsgruppen und die ersten Wettbewerbsaufgaben begannen.

Die erste Aufgabe bestand darin, anhand verschiedener Kriterien eine Kündigung für einen von vier Mitarbeitenden zu schreiben. Anschließend folgte eine Warenerkennung, bei der unterschiedlichste Lebensmittel und Produkte erkannt und benannt werden mussten. Zum Abschluss des Tages
erhielten wir bereits die Unterlagen für die Aufgaben des nächsten Tages, sodass wir uns schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen konnten.

Nach dem ersten Wettkampftag ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen BBQ auf dem DEHOGA Campus ausklingen. Dabei konnte man sich in entspannter Atmosphäre austauschen, neue Leute kennenlernen und den Tag gemeinsam Revue passieren lassen.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit dem eigentlichen Wettkampf weiter. Nach dem entspannten ersten Abend wurde es nun ernst. Je näher der Wettkampfbeginn rückte, desto größer wurde die Anspannung. Jeder wollte zeigen, was er in seiner Ausbildung gelernt hatte, und gleichzeitig wusste jeder, dass oft schon kleine Fehler über die Platzierung entscheiden konnten.

Die Aufgaben bauten alle aufeinander auf und ergaben am Ende ein großes Gesamtprojekt.

Unsere Aufgabe war es, zwei verschiedene Schichtsalate von der Rezeptidee bis zum verkaufsfertigen Produkt zu entwickeln. Dafür erhielten wir einen Warenkorb mit vier Pflichtzutaten sowie weiteren Zutaten, die wir frei verwenden durften. Schon die Rezeptentwicklung war anspruchsvoll. Die richtige Menge für die Gläser zu berechnen und die Gewürze passend abzustimmen, war schwieriger als gedacht. Mit jedem Wettbewerbsteil wuchs mein Ehrgeiz, aber auch der Spaß an den abwechslungsreichen Aufgaben.

Anschließend setzten wir unsere Rezepte in der Küche um. Die fertigen Salate wurden von der Jury verkostet und bewertet. Gleichzeitig beobachteten uns die Jurymitglieder den ganzen Tag über und achteten unter anderem auf unsere Arbeitsweise, Hygiene und Organisation.

Nach der Küchenarbeit folgten weitere Aufgaben. Wir berechneten die Herstellungs und Verkaufspreise unserer Produkte, kennzeichneten die Allergene und gestalteten ein Etikett mit allenvorgeschriebenen Pflichtangaben. Außerdem erstellten wir eine Präsentation, in der wir unser Produkt und unsere Vorgehensweise vor der Jury vorstellten.

Besonders herausfordernd war der Zeitdruck. Für jede Aufgabe gab es feste Abgabezeiten. Wer zu spät abgab, erhielt für diese Aufgabe keine Punkte. Zusammen mit den hohen Temperaturen war das für alle eine echte Herausforderung.

Was mich während der beiden Tage besonders beeindruckt hat, war der Umgang miteinander. Obwohl wir gegeneinander antraten, herrschte während der gesamten Meisterschaften eine tolle Atmosphäre. Man kam schnell ins Gespräch, tauschte Erfahrungen aus und unterstützte sich gegenseitig, wenn es möglich war. Konkurrenz war zwar da, stand aber nie im Vordergrund. Vielmehr hatte ich das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der alle die gleiche Leidenschaft für die Gastronomie teilen.

Nach einer kurzen Pause folgte schließlich die Siegerehrung. Mit jeder verkündeten Platzierung stieg die Spannung. Als schließlich mein Name als Baden-Württembergischer Jugendmeister 2026 in der Kategorie Fachmann für Systemgastronomie aufgerufen wurde, konnte ich es im ersten Moment kaum glauben. Die Erleichterung und Freude waren riesig. In diesem Augenblick wurde mir bewusst, dass sich die intensive Vorbereitung und die Anstrengungen der vergangenen Tage wirklich gelohnt hatten.

Rückblickend waren die Jugendmeisterschaften für mich weit mehr als nur ein Wettbewerb. Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln, interessante Menschen kennenlernen und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln. Der Gewinn der Landesmeisterschaft wird für mich
eine unvergessliche Erinnerung bleiben.”

Elias Seiler

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